Posts Tagged ‘Jan Koneffke’

Verstummen

Wann unser Briefwechsel einschlief, wer weiß, und mir ist entfallen, wer als erster verstummte. Einer von uns ließ sich mit seiner Antwort Zeit, bis der Faden am Ende zerriss. Es war keine Verstimmung, die dieses Verstummen verursachte. Ich bemerkte an mir eine Zuversicht, die es nicht notwendig machte, Virginia zu schreiben, eine tiefe Erleichterung und Ruhe. Meine niemals vergessene Liebe tat nicht mehr weh.

Jan Koneffke, Die sieben Leben des Felix Kannmacher

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Die nichtigsten Dinge

Unser Leben verfolgt keinen Zweck und es hat keinen Sinn. […] das ist keine schlimme Erkenntnis. Verurteile mir nicht das Leben, das einfach nur leben will, ohne Bestimmung und Ziel. Wer diese Wahrheit begreift, kommt zur Ruhe. Er wird sich an den nichtigsten Dingen erfreuen, einem Frauenschuh mit Schlammspritzern, Tau auf den Wiesen, der Schwalbe am Himmel, dem Duft frischen Heus, die um keine Spur nichtiger sind als er selbst.

Jan Koneffke, Die sieben Leben des Felix Kannmacher

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